Qualitätsprogramm/pädagogisches Konzept

 

Alle Grundschulen in Rheinland-Pfalz sind verpflichtet, die Qualität des Unterrichts kontinuierlich zu verbessern und zu evaluieren (zu überprüfen). Jede Schule setzt sich eigene Schwerpunkte. Die Schulen werden dabei von der Schulaufsicht, von der Agentur für Qualitätssicherung (AQS) und von schulischen Beratern unterstützt.

Die Qualitätsschwerpunkte (Bausteine) der Grundschule Bodenheim sind:

  •  seit 2002:     Mediation/Streitschlichtung 
  •  seit 2005:     Steigerung der Lesekompetenz 
  •  seit 2010:     Steigerung der mathematischen Kompetenz

Diese Bausteine sind Bestandteil des Qualitätsprogramms und werden einer regelmäßigen Evaluation unterzogen. Die Bausteine werden weiter unten im Einzelnen erläutert.

Daneben gibt es noch weitere wichtige pädagogische Leitlininien und Grundsätze, die im pädagischen Konzept zusammengefasst sind:

Das Kollegium der Grundschule Bodenheim fühlt sich verpflichtet, den Bildungs- und Erziehungsauftrag zu erfüllen, indem es

  • alle Kinder in ihrer Individualität annimmt,
  • sie schützt und stützt und im Klassenverband integriert,
  • sie zu selbständigem Lernen und Arbeiten anleitet,
  • ihnen umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt und sie dabei zum wirksamen Lernen und Leisten herausfordert,
  • ihre personale und soziale Kompetenz stärkt.

 Allgemeine  Grundsätze :

  • Weiterentwicklung des Unterrichts
  • Kooperation im Kollegium
  • Kooperation mit den Eltern
  • Kooperation mit anderen Schulen
  • Kooperation mit den Kindertagesstätten im Netzwerk Bodenheim

 

 

Die Schwerpunkte der schulischen Qualitätsarbeit im Einzelnen

1. Qualitätsbaustein: Prävention von Gewalt


  • Mediation - beginnend mit Regeln und Ritualen bereits in den Kitas
  • Streitschlichter-Ausbildung und Einsatz ab 3. Schuljahr
  • „sicher-stark-Kurse“ zum Aufbau des Selbstbewusstseins und zur Prävention von Konflikten auch außerhalb der Schule
  • Steigerung allgemeiner und fachlicher Kompetenzen (dadurch Entwicklung eines positiven Selbstwertgefühls)

 

 

 

 

 

 

2. Qualitätsbaustein: Steigerung der Lesekompetenz

  • Schulischer Qualitätsschwerpunkt seit Februar 2006 – Intensivierung und regelmäßige Überprüfung der Maßnahmen zur Verbesserung der Lesekompetenz, insbesondere des Leseverständnisses

Oberstes Ziel unserer verstärkten Bemühungen ist es, die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler beim sinnverstehenden Lesen zu verbessern.

Lesen ist eine elementare Kompetenz. Lesen ist mehr als nur Buchstaben und Wörter wieder erkennen. Lesen ist Voraussetzung für lebenslanges Lernen. Lesen kann Begeisterung wecken, die Fantasie anregen,… Wichtig ist uns, dass die Kinder Freude am Lesen haben. Sie müssen lernen, flüssig zu lesen, Texte angemessen zu betonen und Informationen, die sie dem Gelesenen entnehmen, für sich selbst zu nutzen bzw. anderen mit eigenen Worten wiedergeben zu können.

 

Schulische Maßnahmen zur Steigerung der Lesekompetenz sind u.a.:

  • Methoden zum sinnverstehenden Lesen trainieren, z.B. wichtige Textstellen markieren, unterstreichen,…
  • Nutzung der schuleigenen Sachbücherei während der Unterrichtsstunden und in der Großen Pause
  • regelmäßige Buchausleihe - verbunden u.a. durch Nutzung der katholischen öffentlichen Bücherei im Schulgebäude
  • Lesen mit dem Internetprogramm www. antolin.de
  • Leseecken in den Klassen
  • Lesen von Kinderbüchern im Klassensatz („Ganzschriften“)
  • Lesen mit dem „Lesekoffer“ (Leihgabe - organisiert durch Buchhandlungen oder Bibliotheken)
  • Vorstellen von Lieblingsbüchern
  • empfohlene Ferienlektüre
  • regelmäßige Lesetests
  • Vorlesewettbewerb in Kooperation mit der katholischen öffentlichen Bücherei Bodenheim
  • Elternabend zum Thema Lesen

TIPPS für Eltern
Wir Erwachsenen sind Vorbilder für Ihre / unsere Kinder!

  • Bücher sollten mit den Kindern ausgesucht werden.
  • Achten Sie bei der Auswahl der Bücher auf Schriftgröße, Textumfang und Bilder; zu viel Text und zu kleine Schrift schrecken manchen vom Lesen ab.
  • Auch Sachbücher und Comics sind lesenswert.
  • Hörbücher sind reizvoll, regen die Fantasie an und fördern die Konzentration.
  • Vorlesen macht mehr Spaß, wenn es gemütlich und kuschelig ist.
  • Vorlesen kann man auch noch „großen“ Kindern.
  • Nehmen Sie sich Zeit für das Vorlesen und fragen Sie zwischendurch nach.
  • Ermuntern Sie Ihr Kind, selbst Fragen zu stellen.
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht nur alleine lesen, wechseln Sie sich ab.
  • Wenn Ihr Kind selbst vorliest, hören Sie aufmerksam zu.
  • Wenn Ihr Kind sich „verliest“, hören Sie je nach Situation entweder darüber hinweg oder fragen nach: “Das versteh’ ich jetzt aber nicht!?“
  • Vermeiden Sie, ständig von Fehlern zu sprechen - das wirkt auf Erstleser oder Kinder, die noch nicht gerne lesen, eher demotivierend.
  • Loben Sie auch kleine Leseerfolge Ihres Kindes.
  • Wenn Ihr Kind still für sich liest, stören Sie es bitte nicht.
  • Lesen Sie selbst und sprechen Sie über Gelesenes!

 

Noch einige allgemeine Gedanken zum Thema :

  • Lesen lernt man nur durch Lesen.
  • Wer viel liest, lernt schneller lesen.
  • Wer beim Lesenlernen Misserfolge erlebt, wird nicht gerne lesen.

Wer lesen lernt, liest zunächst sehr langsam und versteht nicht immer gleich den Sinn des Gelesenen. Haben Sie deshalb Geduld mit Ihrem Kind!

             

 

 

 

3. Qualitätsbaustein: Steigerung der mathematischen Kompetenzen

Seit Februar 2010 ist die Grundschule Bodenheim auch SINUS-Schule.

Ziel der Teilnahme am Sinus-Projekt ist die Steigerung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.

Unsere Maßnahmen:  Erarbeitung bzw. Anwendung neuer Konzepte speziell im Mathematikunterricht und regelmäßiger Austausch der Erfahrungen durch Fachkollegen auf Landes- und Bundesebene. Das Projekt ist auf 4 Jahre ausgerichtet.

Ausführlichere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt "SINUS"